»Was alle diese Stücke in Yekwon Sunwoos Interpretation eint, ist der fabelhafte Nuancenreichtum, mit dem er sie spielt. Alles wird bis in die letzte Note hinein geformt, keine Phrase klingt beiläufig und nichts bleibt unbedacht[..]scharfe Kontraste und sanfte Übergänge[..] so stürmisch wie brillant über die Tasten[..]unprätentiös, ganz im Dienst der Musik[..]«

Leipziger Volkszeitung/Kultur

Biografie • Yekwon Sunwoo

Yekwon Sunwoo ist der Gewinner der 15. Van Cliburn Piano Competition 2017, Laureat des 5. Internationalen Deutschen Pianistenpreises 2015 und Träger des »Vendome Prize 2014« des renommierten Verbier Festivals. Der »Examiner« lobte ihn für seine sanften, zärtlichen Bewegungen in leisen Passagen, für seine absolute Kontrolle über das Instrument und für sein ausdruckstarkes Spiel. Zuvor gewann er den 1. Preis beim internationalen Sendai Wettbewerb 2013, den 1. Preis beim Piano Campus International Concours in Frankreich, inklusive des Publikumspreises; den 1. Preis beim William Kapell International Piano Wettbewerb 2012, inklusive einiger Publikums- und Kammermusikpreise und Laureate bei der in 2010 abgehaltenen Queen Elizabeth Competition.

1989 in Anyang, Südkorea geboren, ist Yekwon Sunwoo ausgebildet worden bei: Min-ja Shin und Sun-wha Kim in Korea. Ab 2005 studierte er bei Seymour Lipkin am Curtis Institute of Music, wo er den Rachmaninow-Preis für Piano erhielt. Er lernte später bei Robert McDonald und absolvierte seinen Master Degree an der Juilliard School, wo er die Munz Scholarship Competition gewann und den Arthur Rubinstein-Preis erhielt. Sunwoo trat vielfältig mit diversen Orchestern auf u.a. mit dem Juilliard Orchestra, unter der Leitung von Itzhak Perlman, dem Baltimore Symphony Orchestra unter der Leitung von Marin Alsop, dem Orchestre National de Belgique im Palais des Beaux-Arts, demSendai Philharmonic Orchestra, dem Hiroshima Symphony Orchestra, dem Nagoya Philharmonic Orchestra, dem l’Orchestre Philharmonique de Maroc, dem Houston Symphony Orchestra und dem »Orchestre Royal de Chambre de Wallonie.
Seine bisherigen Auftritte u.a. in der Alten Oper Frankfurt, Berliner Philharmonie, Leipziger Gewandhaus, Carnegie Hall, Hamarikyu Asahi Hall, Tokyo, Wigmore Hall, London, Radio France und Salle Cortot, Paris, sowie in der Kumho Art Hall, Seoul wurden von der Presse gefeiert. Er wurde beim WQXR’s McGraw-Hill, Young Artists Showcase, ausgezeichnet. Im Bereich seiner kammermusikalischen Erfahrung sind eine Einladung der Kumho Asiana Cultural Foundation für eine Konzertreihe in Lateinamerika (Costa Rica, Guatemala und Panama) zu erwähnen. Er spielte für die Chamber Music Society of Lincoln Center’s Inside Chamber Music Lectures und hat zusammen mit Ida Kavafian und Peter Wiley im Rhamen des „Curtis On Tour“ mit Roberto Diaz zusammenbearbeitet. Er trat unter anderem auf mit: dem Jerusalem Quartett, Gary Hoffman, Anne-Marie McDermott und Michael Tree. Er erhielt Einladungen zu verschiedenen Kammermusik-Festivals, wie dem Bowdoin International Music Festival, Toronto Summer Music Academy and Festival, Music from Angel Fire und »Chamber Music Northwest.
In Kooperation mit dem International Piano Forum wurde 2016, gemeinsam mit dem Label GENUIN, eine Live-Aufnahme seines Konzertes mit dem Titel „Crossing Spheres“ mit Werken von Beethoven, Chopin, Liszt und Tchaikovsky aufgenommen.

Diskografie

Hörprobe

Bilder

Video

Mehr Videos unter folgendem Kanal

Presse

  • »Der Koreaner […] bestätigte in den Ecksätzen von Beethovens später E-Dur-Sonate op. 109, den Ruf als feinsinniger, farbenreicher Künstler; zumal in den Variationen zum Abschluss entfaltete er seine ganze Klangphantasie. […] Poesie und Virtuosität waren denn auch zum Anschluss eines überreichen Abends die bestimmenden Elemente für Chopins Preludes.«

Gerhard Schroth, Frankfurter Allgemeine Zeitung (Feuilleton), 22. Oktober 2016

 

  • »Ein Musiker, der über ein enormes Spektrum an Artikulationsweisen verfügt und mit seinem finalen Beitrag, den ’24 Präludien op. 24′ von Frédéric Chopin dieses Spektrum bestens vermitteln konnte. […] Eine konzentrierte, in den Notenverlauf vertiefte Haltung, die nicht ein ‚Mehr‘ aus dem in sich ja schon sehr exponierten Satz mit seinen Trillerketten und Gegenstimmen machen musste. Gleichwohl kann Sunwoo auch ein extreme Tempi nehmender und wirbelnde Attacken führender Angreifer sein.«

Bernhard Uske, Frankfurter Rundschau (Musik), 16. Oktober 2016

 

  • »[…] Beethovens drittletzte Sonate (E-Dur, op. 109) verlangte von dem Solisten gleichwohl ein hohes Maß an dynamischem Einfühlungsvermögen. Die Variationen erschienen so in vielfältiger Manier, reizvoll voneinander unterschieden. Mit der Auswahl von Chopins 24 Präludien (op. 28) setzte Sunwoo dann nochmals ein musikalisches Ausrufezeichen.«

Matthias Gerhart, Frankfurter Neue Presse (Kultur), 17. Oktober 2016

 

  • »Unter seinen Händen verströmte der Bechsteinflügel […] plötzlich einen ungemein sanglichen, geschmeidigen Klang. Mal ins Träumerische entrückt, mal durchzuckt von dramatischen Fanfaren interpretierte Sunwoo Beethovens erste der letzten drei Sonaten als Grenzgang zwischen irdischen und kosmischen Sphären. Dichte Klangpoesie entfaltete sein Spiel auch in Chopins 24 Préludes op. 28. Der Koreaner bewies zugleich feines Gespür für den lyrischen Gehalt der Stücke. Feinsinnig koloriert und reich an Kontrasten zwang seine Interpretation die 24 Stücke mit sanfter Gewalt in einen harmonischen Fluss, der sie in ihrer ganzen Vielschichtigkeit reflektierte.«

Silvia Adler, Allgemeine Zeitung Mainz, Wiesbadener Kurier (Feuilleton), 19. Oktober 2016

 

  • »…So wagte es der Koreaner Yekwon Sunwoo, der später mit Liszts Erlkönig-Transkription und einer durch gezielte Ruhepunkte gegliederten Sonate Nr.2 von Rachmaninov brillierte, seinen Auftritt mit ‚Sechs Etüden für die linke Hand‘ von Saint-Saens zu eröffnen….«

Gerhard Schroth,Frankfurter Allgemeine Zeitung – 5 April, 2016